Web-App
Eine Web-App ist eine Anwendung, die im Browser läuft, Eingaben verarbeitet und Ergebnisse liefert, ohne dass etwas installiert werden muss.
Auch: Webanwendung, Browser-App, Online-Anwendung, SaaS
Web-App, einfach erklärt
Eine Web-App läuft im Browser, auf Rechner, Tablet und Handy, und braucht keine Installation. Der Unterschied zur Website liegt im Zweck: Eine Website zeigt Inhalte, eine Web-App verarbeitet Eingaben. Man meldet sich an, trägt Daten ein, sieht Ergebnisse und findet seine Daten beim nächsten Mal wieder. Beispiele sind ein Terminplaner, ein Angebotsrechner, eine Verwaltung für Aufträge oder eine App, in der aus Fotos Videos werden.
Technisch besteht eine Web-App aus einer Oberfläche im Browser, einem Server, der Daten speichert und Regeln anwendet, und einer Anmeldung, die jedem Nutzer seine eigenen Daten zeigt. Updates spielt der Betreiber zentral ein, alle Nutzer arbeiten sofort mit der neuen Fassung. Das macht die Pflege einfacher als bei Programmen, die auf jedem Gerät installiert werden.
Dem stehen Grenzen gegenüber. Eine Web-App braucht in der Regel eine Internetverbindung, wenn sie nicht gezielt für den Offline-Betrieb gebaut ist. Auf manche Funktionen des Geräts hat sie weniger Zugriff als eine native App aus dem App-Store. Dafür entfällt die Veröffentlichung im Store, und eine einzige Codebasis genügt für alle Geräte.
Bevor eine Web-App gebaut wird, sollten vier Fragen geklärt sein: Welchen einen Ablauf soll sie abbilden, wer nutzt sie mit welchen Rechten, welche Daten werden gespeichert und wo liegen sie, und wer pflegt sie nach dem Start. Je enger der Ablauf gefasst ist, desto eher wird die erste Fassung brauchbar.
Worauf Sie achten sollten.
Ein Ablauf zuerst
Beginnen Sie mit dem Ablauf, der am meisten Zeit frisst, nicht mit allem auf einmal.
Rechte klären
Legen Sie fest, wer was sehen und ändern darf, bevor die erste Zeile entsteht.
Daten und Hosting
Wo die Daten liegen, entscheidet über Datenschutz, Verfügbarkeit und Kosten.
Pflege einplanen
Auch eine fertige App braucht Updates und jemanden, der sie betreut.
Fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Web-App und Website?
Eine Website zeigt Inhalte. Eine Web-App verarbeitet Eingaben der Nutzer und speichert Daten, meist hinter einer Anmeldung.
Ist eine Web-App dasselbe wie eine App im App-Store?
Nein. Eine Web-App läuft im Browser. Eine Store-App wird für ein System entwickelt und über den Store verteilt. Eine Mischform ist die Progressive Web App.
Brauche ich eine eigene Web-App oder reicht ein Standardprogramm?
Ein Standardprogramm genügt, wenn es Ihren Ablauf abbildet. Eine eigene App lohnt sich, wo der Ablauf besonders ist oder Standardprogramme je Nutzer und Monat abrechnen.
Verwandte Begriffe.
Progressive Web App
Eine Progressive Web App ist eine Web-App, die sich wie eine App installieren lässt und teilweise auch ohne Internetverbindung arbeitet.
Kundenportal
Ein Kundenportal ist ein geschützter Bereich, in dem sich Kunden anmelden und Stand, Dokumente und Anfragen selbst einsehen.
Webentwicklung
Webentwicklung ist das Programmieren und Bauen einer Website, damit Gestaltung, Technik und Inhalte im Browser zuverlässig funktionieren.
API-Schnittstelle
Eine API-Schnittstelle ist ein festgelegter Zugang, über den ein Programm Daten von einem anderen Programm abfragt oder dorthin schreibt.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung braucht die Anmeldung zwei Nachweise aus verschiedenen Kategorien, etwa Passwort und Code aus einer App.
Erzählen Sie mir von Ihrem Betrieb.
Leon Werner, Straubing
Ein Ansprechpartner, vom ersten Gespräch bis zur Änderung nach dem Start.
Telefon werktags ab 17 Uhr und am Wochenende. WhatsApp jederzeit. Termine gern abends oder bei Ihnen vor Ort.