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KI-Kennzeichnung

KI-Kennzeichnung bedeutet, mit KI erzeugte Bilder, Videos oder Stimmen als solche erkennbar zu machen, nach EU-Recht und nach Plattformregeln.

Auch: KI-Inhalte kennzeichnen, Kennzeichnungspflicht KI, KI-Label, Deepfake Kennzeichnung

KI-Kennzeichnung, einfach erklärt

Die KI-Verordnung der EU (Verordnung (EU) 2024/1689) enthält in Artikel 50 Transparenzpflichten. Sie gelten seit dem 2. August 2026 (Artikel 113). Anbieter von KI-Systemen, die Bild-, Video-, Audio- oder Textinhalte erzeugen, müssen die Ausgaben maschinenlesbar kennzeichnen. Das ist Aufgabe des Werkzeug-Anbieters. Für Systeme, die schon vorher auf dem Markt waren, sieht die Verordnung Übergangsfristen vor.

Betriebe, die solche Werkzeuge beruflich nutzen, heißen in der Verordnung Betreiber. Wer Bild-, Ton- oder Videoinhalte erzeugt oder verändert, die ein Deepfake sind, muss offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert wurden (Artikel 50 Absatz 4). Ein Deepfake ist ein KI-Inhalt, der existierenden Personen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich echt wirken würde. Ob ein Inhalt darunter fällt, hängt vom Einzelfall ab.

Unabhängig vom Gesetz haben die Plattformen eigene Regeln. YouTube verlangt, KI-erzeugte oder veränderte Inhalte offenzulegen, die realistisch wirken. TikTok verlangt die Kennzeichnung realistisch wirkender KI-Szenen und KI-Personen über eine Einstellung beim Veröffentlichen. Meta zeigt Hinweise wie „AI info“ und verlangt laut eigener Mitteilung bei fotorealistischem Video oder realistisch klingendem Audio eine Angabe beim Hochladen. Die Regeln ändern sich, prüfen Sie die aktuellen Seiten der Plattformen.

Gekennzeichnet wird klar erkennbar und spätestens bei der ersten Interaktion oder Wahrnehmung des Inhalts (Artikel 50 Absatz 5). Dieser Text dient der Orientierung und ist keine Rechtsberatung, die Prüfung liegt bei Ihrer Beratung.

Worauf Sie achten sollten.

Fragen.

Seit wann gilt die KI-Kennzeichnungspflicht?

Die Transparenzpflichten in Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026. Für die maschinenlesbare Markierung durch Anbieter älterer Systeme gelten Übergangsfristen.

Muss ich jedes KI-Bild kennzeichnen?

Die Offenlegungspflicht für Betreiber betrifft Deepfakes, also KI-Inhalte, die existierenden Personen, Orten oder Ereignissen ähneln und echt wirken können. Plattformen haben eigene, teils weitergehende Regeln. Im Zweifel ist ein Hinweis die sichere Wahl.

Wie kennzeichne ich KI-Videos bei YouTube, TikTok und Instagram?

YouTube fragt beim Hochladen im Studio nach der Nutzung von KI, TikTok bietet eine Einstellung für KI-generierte Inhalte, Meta verlangt eine Selbstangabe beim Posten. Zusätzlich kann ein Hinweis im Video oder in der Beschreibung stehen.

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Leon Werner, Straubing

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