Prozessautomatisierung
Prozessautomatisierung heißt, wiederkehrende Abläufe nach festen Regeln von Software erledigen zu lassen, statt sie von Hand abzuarbeiten.
Auch: Workflow-Automatisierung, Ablaufautomatisierung, Geschäftsprozessautomatisierung
Prozessautomatisierung, einfach erklärt
Ein Prozess ist ein Ablauf, der sich wiederholt: Eine Anfrage kommt an, wird erfasst, bearbeitet und beantwortet. Bei der Prozessautomatisierung übernimmt Software einzelne Schritte oder den ganzen Ablauf. Sie arbeitet nach festen Regeln: Tritt dieses Ereignis ein, folgt jener Schritt. Der Vorteil liegt in der Verlässlichkeit: Ein Ablauf, der einmal sauber beschrieben ist, läuft immer nach demselben Muster.
Ein allgemeines Beispiel: Ein Büro bekommt Formulardaten per Mail und tippt sie in eine Liste. Automatisiert übergibt das Formular die Daten direkt an die Liste, über eine Schnittstelle oder einen Webhook. Ein geplanter Lauf kann zusätzlich nachts Daten zwischen zwei Programmen abgleichen und sein Ergebnis prüfen. Häufig sind es kleine Aufgaben, die zusammen viel Handarbeit ausmachen, etwa Daten übertragen, Dokumente ablegen oder Erinnerungen versenden.
Zur Abgrenzung: Die Regeln sind vorher festgelegt, deshalb ist das Ergebnis vorhersehbar. KI-Automatisierung ergänzt solche Abläufe um einen KI-Baustein für ungenaue Eingaben wie Freitext. Ein KI-Agent wählt seine Schritte zum Teil selbst, ein Chatbot führt Gespräche. Für viele Aufgaben in kleinen Betrieben reicht reine Prozessautomatisierung ohne KI aus.
Worauf es ankommt: Ein Ablauf eignet sich, wenn er oft wiederkehrt und sich klar beschreiben lässt. Auch der Fehlerfall gehört dazu: Was passiert, wenn ein Lauf scheitert? Ein gut gebauter Ablauf prüft sein Ergebnis, meldet Fehler und holt Verpasstes nach. Werden personenbezogene Daten verarbeitet, gilt die DSGVO.
Worauf Sie achten sollten.
Erst beschreiben, dann bauen
Schreiben Sie auf, welche Schritte heute von Hand laufen. Daraus ergibt sich, was sich automatisieren lässt.
Fehlerfall einplanen
Ein Ablauf braucht eine Meldung, wenn etwas schiefgeht, und einen Weg, Verpasstes nachzuholen.
Ergebnis prüfen lassen
Jeder Lauf sollte sein eigenes Ergebnis kontrollieren und nicht nur starten.
Zugänge knapp halten
Eine Automatisierung sollte nur die Rechte haben, die sie für ihre Aufgabe braucht.
Fragen.
Was kann ein kleiner Betrieb automatisieren?
Wiederkehrende Aufgaben mit klaren Schritten, zum Beispiel Formulardaten in eine Liste übernehmen, Daten zwischen zwei Programmen abgleichen oder Berichte vorbereiten.
Brauche ich für Prozessautomatisierung eine KI?
Nein. Viele Abläufe folgen festen Regeln und funktionieren ohne KI. Sie hilft erst, wenn Eingaben ungenau sind, zum Beispiel bei Freitext.
Verwandte Begriffe.
KI-Automatisierung
KI-Automatisierung heißt, wiederkehrende Abläufe in Software zu legen und eine KI darin einzelne Schritte übernehmen zu lassen.
Datenabgleich
Ein Datenabgleich vergleicht die Bestände zweier Systeme und gleicht sie an, damit dieselbe Information überall gleich lautet.
API-Schnittstelle
Eine API-Schnittstelle ist ein festgelegter Zugang, über den ein Programm Daten von einem anderen Programm abfragt oder dorthin schreibt.
Webhook
Ein Webhook ist eine Adresse, an die ein System selbst eine Nachricht schickt, sobald dort ein bestimmtes Ereignis eintritt.
KI-Agent
Ein KI-Agent ist ein Programm, das mit einem Sprachmodell Aufgaben in mehreren Schritten plant und mit Werkzeugen selbst erledigt.
Erzählen Sie mir von Ihrem Betrieb.
Leon Werner, Straubing
Ein Ansprechpartner, vom ersten Gespräch bis zur Änderung nach dem Start.
Telefon werktags ab 17 Uhr und am Wochenende. WhatsApp jederzeit. Termine gern abends oder bei Ihnen vor Ort.